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Stadtentwicklung

Wetzikon verändert sich. Einst aus dem Zusammenschluss der fünf Dörfer Ober- und Unterwetzikon, Kempten, Robenhausen und Ettenhausen entstanden, ist Wetzikon heute eine Kleinstadt mit über 24'500 Einwohnern. Die Transformation vom Dorf zur Stadt ist aber nach wie vor im Gang, verfügt Wetzikon doch trotz seiner Grösse noch nicht über ausreichend städtische Strukturen und Angebote.

Wetzikon wird weiter wachsen, sich aber dabei vor allem qualitativ entwickeln. Deshalb werden im Räumlichen Entwicklungskonzept (REK, 2010) und im Richtplan (2013) Gebiete bestimmt, die sich transformieren und den künftigen Bevölkerungszuwachs aufnehmen können. Diese Quartierentwicklungen sollen aber nicht willkürlich geschehen, sondern mittels von der Stadt initiierten oder begleiteten Planungsverfahren. Dadurch soll sichergestellt werden, dass neue, grosse Bauprojekte einen Mehrwert für die Bevölkerung generieren, indem sie ansprechend gestaltet sind und öffentliche Freizonen und Grünräume schaffen oder beibehalten. Ein wichtiges Anliegen ist der Einbezug von Anwohnern, Grundeigentümern und weiteren Interessierten, sei es durch Informationsveranstaltungen oder Workshops. Damit möchte die Verwaltung und die Politik mit den Bewohnern in Kontakt bleiben und eine gemeinsame Vision der Stadt Wetzikon entwickeln.

Strategie Fokus 5 - Studie Fokus 1 Unterwetzikon

Das stadträumliche Regelwerk "Fokus 5" schafft die nötigen Instrumente, um die Vorgaben von REK und Richtplanung in die Praxis umzusetzen. "Fokus 5" bezieht sich auf fünf geografische oder thematische Gebiete innerhalb des Stadtraums, sogenannte Fokusse. Diese Räume oder Themen sind quartierübergreifend und orientieren sich an den aktuellen Brennpunkten und ihren städtebaulichen Bedeutungen. Die Vorgaben der Quartiersteckbriefe des REK fliessen mit ein. Für jeden Fokus wird eine städtebauliche Studie mit konkreten, verbindlichen Werkzeugen erstellt. Diese fünf Studien werden Teil des stadträumlichen Regelwerks "Fokus 5". Das stadträumliche Regelwerk wiederum ist nicht nur ein aktuell benötigtes Instrument der Stadtplanung, sondern dient auch der Vorbereitung für die nächsten Revisionen des kommunalen Richtplans und der BZO sowie einer allfälligen Überarbeitung des REK.

Die Studie "Fokus 1 Unterwetzikon" soll die heute noch fehlenden und dringend benötigten Grund-lagen für eine übergeordnete Stadt- und Freiraumkonzeption im Zentrum Unterwetzikon schaffen. Die Erarbeitung der Studie wird im Frühjahr 2019 gestartet.

Ausstellung zur Stadtentwicklung im Foyer Stadthaus

Im Eingangsbereich des Stadthauses werden zur Zeit mögliche künftige Entwicklungen des Stadtteils Unterwetzikon anhand von Plänen und einem Modell der Bevölkerung präsentiert. Die Ausstellung ist bis mindestens Ende September 2018 während den normalen Öffnungszeiten frei zu besichtigen.

Abschluss Testplanung Zentrum Oberwetzikon

Das Gebiet "Zentrum Oberwetzikon" zwischen Usterstrasse und Bahndamm soll entwickelt werden. Mit einer sogenannten Testplanung und mit Einbezug der über zwanzig mehrheitlich privaten Eigentümerschaften wurde inzwischen eine ausgereifte konzeptionelle Grundlage für die angestrebte Entwicklung geschaffen. Der nächste Schritt ist die Ausarbeitung des Quartierplans und öffentlichen Gestaltungsplans.

Entwicklungsgebiete

Gestaltungspläne Pestalozzistrasse und Mattacker
In unmittelbarer Nähe zum Bahnhofsgebiet Unterwetzikon wird intensiv an zwei Gestaltungsplänen gearbeitet: Darin soll aufgezeigt werden, wie im mehrheitlich bebauten Umfeld eine Quartiertransformation stattfinden kann. Beide Gestaltungsplan-Entwürfe wurden im 2018 öffentlich aufgelegt. Seit Mai 2018 ist im Foyer des Stadthauses eine Ausstellung zu den beiden Gestaltungsplanvorhaben zu sehen.

Gestaltungsplan Zentrum Oberwetzikon
Ein klassisches Beispiel von partizipativem Prozess startet in Oberwetzikon: Eigentümerschaften und Stadt beteiligen sich gemeinsam an einem Planungsverfahren, wo in Varianten-Diskussionen getestet wird, in welche Richtung sich das Quartier entwickeln soll.

Gestaltungsplan Schönau
Im Umfeld des einstigen Spinnerei-Industrieareals stellt sich die Aufgabe, die Balance zwischen zusätzlicher baulicher Dichte und Erhalt der Freiräume sicherzustellen. Dazu ist gegenwärtig ein öffentlicher Gestaltungsplan in Ausarbeitung. Der erste Entwurf wird zwischen 31. August 2018 bis 30. Oktober 2018 öffentlich aufgelegt. Die Unterlagen können in diesem Zeitraum auf der Stadtverwaltung, Schalter "Bau + Planung" im 4. OG während den ordentlichen Öffnungszeiten eingesehen werden.

Gestaltungsplan Metropol
Im städtebaulich spannenden Übergangsbereich Walfershausen besteht ebenfalls Gestaltungsplanpflicht. Die Bauherrschaft erarbeitet auf dem Areal des ehemaligen Einkaufszentrums die Voraussetzungen für ein besonders gut gestaltetes Projekt.

Bahnhofgebiet Unterwetzikon
Der Bahnhofbereich wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Dort sind eine hohe bauliche Dichte und Mischnutzungen zu realisieren.

Quartier Binzacher
Der heute mehrheitlich unbebaute Bereich zwischen der Industriezone an der Motorenstrasse und dem Bahnhof Kempten ist ebenfalls mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt und soll sich in ein hochverdichtetes Mischgebiet mit Schwerpunkt Wohnen wandeln (Städtebauliches Leitbild Binzacher)

Färberwiese
Die Wiese befindet sich im Eigentum der Stadt und hat ein grosses Entwicklungspotenzial. Derzeit wird ein Teil der Wiese für das Stadtgartenprojekt "Färberwiese" zwischengenutzt (www.faerberwiese.ch).