Direkt zum InhaltDirekt zur Navigation

Wetzikon - Grüningen

Wetzikon - Grüningen

Foto von Grüningen aus der Luft

 

Die heutige Wanderung macht uns mit der südlich gelegenen Umgebung von Wetzikon vertraut. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Wetzikon. Bei den Wegweisern an der Guyer-Zeller-Strasse finden wir die Angaben "Herschmettlen - Wolfhausen - Rapperswil". Am Anfang sieht es noch nicht nach idealem Wanderweg aus, denn die breite Hofstrasse führt an Einfamilienhäusern und Industriebauten vorbei. Doch überrascht uns von der Schöneich aus der freie Blick auf den Bachtel und die anschliessende Allmenkette. Bei der ELMA können wir uns einem Weg anvertrauen, der nicht asphaltiert ist. Damit begehen wir die Drumlinlandschaft, die durch eine Schutzverordnung geschützt ist. Die Drumlins sind langgezogene, vom Linth-Rhein-Gletscher geformte Hügel aus Grundmoräne und Kies. Der Drumlin-Schwarm zwischen Dürnten und Wetzikon ist heute mit den dazwischenliegenden Mooren eine der schönsten eiszeitlich geformten Landschaften im schweizerischen Mittelland. Die Pflanzenwelt ist in den Feucht- und Magerwiesen äusserst reichhaltig. Die Tiere, wie z.B. Libellen, Amphibien, Sommervögel, sind zum Teil sehr selten und stellen im Zürcher Oberland einen unverzichtbaren Beitrag zur vielfältigen Tierwelt dar.

 

Zunächst folgen wir dem Ambitzgiriet und längs des Hatsberges bis ins Oberhöfler Riet. Wo schwarze Erde ansteht, wurde in früheren Zeiten Torf gestochen, der das Holz beim Heizen ergänzte. Beim Bahnübergang der Strasse von Hinwil nach Gossau folgen wir der Strasse bis zu den ersten Häusern von Hellberg. Wir treten in den Sennwald ein. Dies ist der einzige grössere zusammenhängende Waldkomplex von Bubikon. Im Sennwald begegnen wir einem gepflegten Rottannenbestand, der vor allem im letzten Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen künstlich eingebracht wurde. Um den Mischwald zu fördern, werden heute auch andere Baumarten gepflanzt.

 

Mit der Strasse Wetzikon - Bubikon queren wir auch die Forch-Autostrasse, bevor wir dem Weiler Herschmettlen zusteuern. Diese Gossauer Aussenwacht hat ein eigenes Schulhaus, eine Wirtschaft und ein ausgesprochen selbstständiges Leben. Noch einmal gilt es, eine breitere Strasse zu queren (Grüningen - Bubikon), dann geht es südwärts. Etwas abseits der Route lädt wenig später der Gerbel, P. 560, zu einem Abstecher ein. Jeder mag selber überprüfen, ob es stimmt, dass wir von diesem Punkt aus 24 Kirchtürme sehen können. Vom Säntis bis zum Pilatus, vom Zugerberg über Albis-, Pfannenstiel- und Lägerenkette bis zum fernen Schwarzwald zeichnen sich die Höhlen ab. Jakob Zollinger hat von diesem Punkt aus ein Panorama gezeichnet, das bei den Gemeinderatskanzleien in Gossau und in Bubikon erhältlich ist. Ein kurzes Stück benützen wir die Alte Poststrasse, die sich von der Fuchsrüti über die Feissi hinüber bis zur Brach windet und auf der sich einst der Hauptverkehr aus dem Oberland über die Forch nach Zürich abwickelte. 1799 zogen österreichische, französische und russische Armeen hier vorbei und ab 1841 verkehrte der Postwagenkurs Wald - Zürich auf dieser Route. Ueber den Landsacher gelangen wir zu den Häusern von Sennschür.

 

Jetzt verlassen wir auch den Wanderweg Richtung Wolfhausen - Rapperswil und folgen der Bezeichnung "Grüningen". Wir kommen in die Alau hinunter, die zusammen mit dem Laufenriet und dem Reitbacher Riet einst von einem wenig tiefen See bedeckt war und nach der Verlandung etwa um 1740 um eine ein paar Meter dicke Torfschicht abgebaut wurde. Die drei Teilgebiete sind heute durch eine kantonale Schutzverordnung vor der Zerstörung bewahrt. Die Alau wird vom Quellbach der Glatt, dem Alaubach, durchflossen, der bei der Grenze zum Gemeindebann von Grüningen über einen bewaldeten Felsriegel in den Waldweiher stürzt, den die Grüninger Jugend zu einem beschaulichen Ort der Ruhe hergerichtet hat. Von den zwei Möglichkeiten Richtung Grüningen wählen wir die um 5 Minuten längere Variante über das Itziker Riet. In malerischer Streue gruppieren sich Erlen -, Faulbaum- und Weidenbüsche, Moorföhren und Birken beleben diese Senke. Immer mehr tritt der Blick des Städtchens Grüningen in unser Blickfeld. Das letzte Teilstück bringt uns vom Weiler Itzikon zum Töbeliweiher hinab und über die Anhöhe Bürglen zur Haltestelle "Im Haufland" in Grüningen. Ein Rundgang durch das Städtchen lohnt sich.

 

Ein "Schweizerischer Kunstführer" orientiert über die Sehenswürdigkeiten, die Wirtschaften laden zu einem Zvieri ein, bevor wir mit dem VZO-Bus nach Wetzikon fahren.

 

Teilstrecken

Wetzikon Bahnhof
531 m
 
Herschmettlen 540 m
1 Std. 20 min.
Sennschür 527 m
1 Std. 40 min.
Grüningen 492 m
2 Std. 40 min.
zurück zum Portal

Logo Wetzikon

Wetterprognose Wetzikon

Coronavirus

Alle wichtigen Informationen und Massnahmen rund um das Coronavirus finden Sie auf der Coronavirus-Sonderseite