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Stadtrat ist gegen Tempo 30 im Scheller-Areal

Publiziert: 21.01.2019

Aufgrund eines Postulats von Martin Altwegg (SP) hat der Stadtrat einen ausführlichen Bericht zur möglichen Umsetzung von Tempo 30 auf dem Scheller-Areal erstellt. Obwohl im Areal zwischenzeitlich auch Wohngebäude realisiert wurden, sieht der Stadtrat keinen Bedarf für Tempo 30 auf der rund 400 Meter langen Stichstrasse. Dies aufgrund des sehr gut ausgebauten Fuss- und Radwegs und weil die Strasse eine Gewerbezone erschliesst.

Das im September 2017 begründete Postulat von Martin Altwegg (SP) und 15 Mitunterzeichnenden fordert den Stadtrat zur Prüfung auf, ob im gesamten Scheller-Areal Tempo 30 eingeführt und umgesetzt werden kann. Die Umsetzung soll bis spätestens zur Aufnahme des Schulbetriebs in den Obergeschossen des neuen Busdepots der Verkehrsbetriebe Zürisee und Oberland (VZO) erfolgen.

Der Stadtrat hat ein verkehrstechnisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses hatte zu prüfen, ob eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit im Bereich des untersuchten Perimeters nötig, zweckmässig und verhältnismässig ist. Weiter wurden auch die Kosten für das Projekt ermittelt.

Das verkehrstechnische Gutachten kommt zum Schluss, dass die Verkehrssicherheit auch ohne Tempo 30 für die künftige Nutzung (Mischnutzung Wohnen, Schule, Gewerbe) gegeben ist, da bereits mit dem bestehenden Strassenkörper der Fuss-/Veloweg klar von der Strasse getrennt ist. Eine Verbesserung punkto Sicherheit ergäbe sich generell in Bezug auf die tiefere gefahrene Geschwindigkeit. Diese liegt heute bei ca. 49 km/h. Tempo 30 hätte auch eine Reduktion der Umweltbelastungen (Lärm, Emissionen) zur Folge. Bezüglich Zweckmässigkeit von Tempo 30 gibt es Einschränkungen, da die erforderlichen baulichen Massnahmen die Durchfahrt für die Busse des VZO und für den Schwerverkehr (Gewerbe) erschweren. Die baulichen Mass-nahmen zur Umsetzung von Tempo 30 würden rund 140'000 Franken kosten. Sollte die gefahrene Geschwindigkeit mit diesen Massnahmen nicht auf ein Niveau von ca. 38 km/h reduziert werden können, müssten weitere rund 32'000 Franken investiert werden.

Der Stadtrat lehnt nach vertiefter Abwägung aller Vor- und Nachteile die Einführung von Tempo 30 im Scheller-Areal ab. Dies aufgrund der sehr unterschiedlichen Nutzungen im besagten Gebiet und der Tatsache, dass die Verkehrssicherheit bereits heute, dank des gut ausgebauten Fuss- und Radwegs, gegeben ist. Zudem erachtet er die erforderlichen Kosten von 140'000 bis 170'000 Franken als hoch.

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