Re: Littering
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Seit dem 1. Januar 2011 ist die neue Polizeiverordung in Kraft. Gemäss Art. 25 ist das Wegwerfen von Abfall usw. (sog. Littering) unter Androhung von Busse verboten. Warum wird dieses Verbot bei den bekannten kritischen Orten nicht kontrolliert und durchgesetzt? Es kann doch nicht sein, dass KZO-Schüler, d.h. unsere Elite von Morgen ihren Abfall ungestraft entsorgen darf und Asylanten diese Schweinerei aufräumen müssen.
Das Verbot, welches übrigens auch schon in der alten Polizeiverordnung (Verbot Verunreinigen von öffentlichem Grund) stipuliert war, wird soweit als möglich von der Polizei kontrolliert. Allerdings sind es gesamthaft so viele Örtlichkeiten, dass es gar nicht möglich ist, sämtliche Plätze permanent - oder eben an schönen, warmen Abenden oder über den Mittag - zu kontrollieren.
Neu ist in der Polizeiverordnung bzw. der Ordnungsbussenverordnung festgelegt, dass solche Übertretungen mit einer so genannten Ordnungsbusse (der Polizist händigt beim Feststellen dem "Sünder" die Busse direkt aus) geahndet werden können. Dies setzt aber die Unmittelbarkeit voraus, d.h., die Übertretung muss von der Polizei selber und direkt beobachtet werden.
Letztlich stelle ich mir die Frage, ob die Lösung für dieses unsägliche und weitverbreitete Problem tatsächlich durch die Polizei erfolgen muss, oder ob da nicht auch Eltern, Schulen, Verkaufsgeschäfte etc. verstärkt in die Pflicht genommen werden müssen.
Gruss
Roger Kündig
Leiter Abteilung Sicherheit
Warum wird die Gemeinde nicht bei der KZO aktiv und versucht einmal mit einem gezielten Einsatz mit der Stadtpolzei ein Exempel zu statuieren. Vielleicht könnten die ertappten Schüler auch einmal zum Aufräumen eingesetzt werden.
Das Einsetzen von zusätzlichen Putzequipen ist sicher nicht der richtige Weg
Ich muss Herrn Blattner Recht geben. Es ist wirklich mehr als peinlich, dass ausgerechnet Gymasiasten ihren Abfall liegen lassen. Von Gymnasiasten sollte man erwarten dürfen, dass ihnen eine intakte Umwelt etwas wert ist. Ich würde es deshalb begrüssen, wenn die Stadtpolizei Wetzikon regelmässig auf dem KZO-Areal patrouilliert und die Sünder mit Bussen bestraft. Hoffentlich wird die Gemeinde aktiv.
Da es sich beim Areal der KZO um Privatgrund handelt, kann es wohl kaum die Aufgabe der Polizei sein, dort für Ordnung zu sorgen. Zum Beispiel könnten durch die Schule Pausenaufsichten gestellt werden, die für die nötige Ordnung auf IHREM Areal, verursacht durch IHRE Schüler sorgen. Oder liege ich falsch?
Strittmatter
Liebe Wetzikoner/innen
Es ist doch allgemein bekannt, dass unsere Polizei nach der Fusion mit Gossau immer weniger die Möglichkeiten haben, den Kavaliersdelikten nach zugehen.
Abgesehen davon denke ich dass die Motivation der sogenannten Ordnungshüter sehr tief liegt, da sie ja bei Ahndung bzw. Bestrafung eines Sünders mit Pöbeleien, Drohungen usw. rechnen müssen oder sogar mit Disziplinarverfahren rechnen.
Oder welchen Grund sehen Sie liebe Mitbürger/innen warum die Polizei nicht endlich auch bei kleinen Vergehen durchgreifen? Sicherlich gibt es Tage an denen unsere Polizei Aktionen auf Velofahrer oder Autofahrer machen. Doch scheint mir, dass es wichtiger wäre, auch zwischen den geplanten Aktionen härter durchgreifen und halt mal eben auch bei einem Litterer sowie Velofahrer oder Fussgänger der sich gesetzwidrig verhält, anzuhalten und Ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen resp. ihn zu büssen.
Mein Lösungsvorschlag wäre: Der Polizei mehr Kompetenz zum Durchgreifen geben und sie durch sogenannte Hilfspolizisten in Teilzeit zu entlasten.
Herr Mayr
Etwas erstaunt habe ich Ihren Eintrag hier gelesen. Sie müssten ja eigentlich auch wissen, dass die Polizei extra aufgestockt wurde, als die Gemeinde Gossau "dazugestossen" ist, oder nicht?
Die Motivation liegt vermutlich darum "sehr tief", da die Gerichte mit ihren zum Teil lächerlichen Urteilen/Bussen nicht gerade als Motivationsfaktor fungieren. Da könnten/müssten aber ev. die Parteien Einfluss nehmen.
Wie schon im Eintrag von Herr Kündig zu lesen ist, muss ein "Litterer" direkt durch die Polizei erwischt werden. Ich kenne zwar die Abläufe bei der Polizei nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass bei einer Anzeige von einem "Hilfpolizisten" eine Menge Papierkram entsteht und dieser nachher mit einer lächerlichen Busse bestraft wird.
Die von Ihnen vorgeschlagene Lösung mit Hilfspolizisten erscheint mir nicht als richtig. Sie mag zwar der günstigere Weg sein, aber kaum der richtige.
Strittmatter
Die Stadtpolizei Wetzikon ist gleichermassen für die Einwohner von Gossau und Wetzikon zuständig. Mit der Übernahme der kommunalpolizeilichen Belange von Gossau wurde unser Korps um drei bzw. gesamthaft um vier Stellen aufgestockt. Zudem wurde auf diesen Zeitpunkt die regionale Zusammenarbeit mit Uster, Dübendorf und Volketswil aufgelöst, so dass die Stadtpolizei seither nachweislich deutlich mehr präventiv bzw. im Aussendienst in Wetzikon anzutreffen ist.
Unser heutiger Korpsbestand von 11 überaus motivierten und bestens ausgebildeten Polizisten entspricht einer modernen Polizei. Der Korpsbestand, welcher für 32‘000 Einwohner zuständig ist, ist im schweizerischen Gesamtvergleich eher am unteren Limit..
Die Themen Littering und Sachbeschädigungen beschäftigen uns sehr. Nicht nur das Areal der KZO wird durch Littering heimgesucht, sondern auch diverse Örtlichkeiten in Wetzikon. Wir sind bemüht, solche Verfehlungen zu ahnden. Gemäss Gesetz muss jedoch, wie schon verschiedentlich erläutert, eine Unmittelbarkeit vorhanden sein. Das bedeutet, dass die Polizei einen „Täter“ in Flagranti erwischen muss, damit sie das Gesetz anwenden kann. Seit der Einführung des Gesetzes wurden 20 Personen mit einer Ordnungsbusse wegen Littering bedient. Dies ist doch eine beachtliche Zahl.
Leider ist nicht nur der repressive Ansatz die Lösung des Littering Problems. Wir stellen eine Verrohung von Sitte und Anstand fest. Dies ist in erster Linie ein gesellschaftliches und nicht rein polizeiliches Problem. Immer mehr fühlt sich niemand zuständig. Es darf doch nicht sein, dass die Polizei die Erziehung von Kindern/Jugendlichen übernehmen soll.
Oliver Schürch
Stadtpolizei Wetzikon
Polizeichef
Die grassierende Wegwerfmentalität vieler Mitmenschen (und besonders Rauchern) stimmt auch mich traurig. Warum kann nicht jedermann (und -frau) einsehen, dass eine saubere Umwelt allen Freude bereiten und sicher auch zu einer guten Stimmung führen würde ? Es fällt schon auf, dass unsere Stadtväter versuchen, durch einzelne mit Leuchtfarben bekleidete Putzequipen dem Unrat Herr zu werden, aber es ist schon so, dass wir vielleicht bei der Eigeninitiative der Wetziker etwas bewegen sollten. Ich habe schon ab und zu Leute beobachtet, welche uneigennützig Abfälle sammeln, um ihre Umgebung wieder sauber zu kriegen. Wenn man das unglückliche Verursacherprinzip etwas lockern könnte (die Bundespoliitiker könnten hier etwas ändern), wäre die vermehrte Platzierung von Papierkörben auf öffentlichem Grund eine Möglichkeit, dass jemand spontan etwas Weggeworfenes entsorgt. Eine weiterer Anreiz wäre zu prüfen mit Einsätzen von Vereinen oder Schulklassen, welche dafür entschädigt werden analog wie beim Zeitungssammeln. In der städtischen Abfallkasse hat sich nämlich eine Menge Geld aufgestapelt, welches durch die jährlichen Gebühren von Fr. 80.- pro Wohnung reichlich fliesst.
- Historie
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Aktivieren durch Anonymer Benutzer um 26.05.2011 17:47
